Der Nachteil unserer Demokratie, die sonst die beste Staatsform ist, weil sie uns, den Bürgerinnen und Bürgern, Freiheit verspricht, ist das Hervorbringen zu viel angepasster Politikerinnen und Politiker, die deshalb angepasst sind, weil ihre Existenz oder ihr Ego von dem Amt oder der Funktion abhängt, dass sie innehaben, und damit zwangsläufig auch von dem Votum der Wählerinnen und Wähler.
Deshalb haben wir noch das Ehegattensplitting, das Betreungsgeld und die Mütterrente für ab 1992 geborene Kinder hinzubekommen, die verbesserten Rentenansprüche ab 45 Versicherungsjahren mit Anerkennung der arbeitslosen Zeit von mindestens 5 Jahren. Die Familienpolitik wird die Probe aufs Exempel sein, ob unsere Politiker,-innen auch anders können. Manuela Schwesig hat einen ersten Ansatz gebracht, dabei leider den Finanzierungsvorschlag vergessen. Wäre sie mutig gewesen, hätte sie eine revolutionäre familienpolitische Offensive wider die GroKo starten können, so wie Andrea Nahles, die sich nicht wie Heiko Maas zurückpfeifen lässt. Ein Koalitionsvertrag ist das eine, politische Iniativen das andere. Siehe auch das heutige Interview von Ralf Stegner im Tagesspiegel, der zurecht die Schwarzen nicht in Sicherheit wiegen lassen will.
Eine 32-Stunden-Woche für Familien geht, wenn man das Ehegattensplitting reformiert und die Mitversicherung der Ehefrauen abschafft. Das Betreungsgeld ist absurd und gehört ebenfalls beseitigt, aller CSU-Veteranen zum Trotz. Manuela Schwesig hätte nicht als Verliererin dagestanden, wenn sie ihre Visionen realistisch erweitert hätte, ohne gegen den Koalitionsvertrag zu verstoßen.
Leistungen für Eltern, wie Einrichten von Betriebskindergärten auch im öffentlichen Dienst, sowie Reduzierung der Arbeitszeit für junge Eltern, würden dazu beitragen, dass die Geburtenrate wieder steigt.
Frau Schwesig bleiben sie dran, Familie und Beruf gleichberechtigt verteilt zwischen Frauen und Männern und nicht immer nur alles auf die Frauen ablasten oder immer noch die Hausfrauen unterstützen, was die meisten Frauen der jungen Generation gar nicht wollen.

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