Die Gleichmacherei von CSU und Bayern muss aufhören. Bei den bayerischen Landtagswahlen hat die CSU unter 50% Stimmenanteil erhalten, die übrigen Parteien sind auch leidenschaftliche Bayern, erst recht sind die Nichtwähler nicht zu vergessen.
Wenn Horst Seehofer ein Ministerpräsident für alle sein will, darf er nicht darauf pochen, dass jeder zweite Bayer CSU gewählt habe. Unter Einbeziehung der Nichtwähler dürfte es nur jeder Dritte gewesen sein. Sepp Dürr hat in seiner Neujahrsansprache zurecht ausgeführt: „Die Herkunft sei beim Heimatbegriff nicht entscheidend, auch nicht die Macht der Tracht. Die CSU setze bei ihrem Heimatbegriff bewußt auf Abgrenzung und Ausgrenzung. Das funktioniere wie ein ordinärer Nationalismus. Das Bedürfnis der Menschen dazuzugehören, treibe auch bei der bayerischen Bevölkerung Blüten. Motto: Wer andere ausgrenzt, gehört selber dazu. Das finde man auch bei ehemals Eingewanderten, die neue Zugewanderte ausgrenzen. Die CSU setze in ihre Politik rücksichtslos auf bayerischen Egoismus.“
Die Bayern sind gar nicht so, wie das Bild der CSU sie erscheinen lässt. Wenn sich Bürgerinnen und Bürger, egal aus welchem Bundesland, in der Gemeinschaft engagieren, werden sie voll integriert und kameradschaftlich aufgenommen. Ein Grund mehr ein anderes Bayernbild zu zeichnen. Die anstehenden Kommunalwahlen werden dieses realistische Bayernbild durch das Engagement der SPD, Freien Wähler und der Grünen darstellen. Die CSU kann sich auf gar keinen Fall mit einem „Laisser-faire“ herausreden.

Das heutige Interview von Gerda Hasselfeldt im Kommunalteil der SZ spricht Bände, eine einzige Herausrederei. Auch die Doppelstrategie vom Bürgermeisterkandiaten der Münchner CSU ist typisch für die CSU, jedoch wenig glaubwürdig.

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