Quer durch die Fraktionen sind die Meinungen unterschiedlich. Alle Positionen sind ausgetauscht. Jetzt heißt es, Farbe bekennen. „Es gibt keine Rechtsordnung, die eine Pflicht zum Selbstmord vorsieht“ sagt der Völkerrechtler Wolff Heintschel von Heinegg. Dieses ist eine Kernthese der Befürworter. Dem steht das Argument entgegen, Drohneneinsätze eskalieren die Wirkung dieser Bewaffnung. Wenn die Bundeswehr, sich Drohnen für militärische Zwecke beschaffe, habe die Bundesregierung bei dem Verbot von militärischen Drohnen eine unglaubwürdige Verhandlungsposition. In der ad nunc-Welt zählt die Schwäche und Moralposition wenig. Nach meiner Auffassung ist eine Verhandlungsposition der Stärke-wie bei Atomwaffen- (jetzt aus der Sicht von Europa und nicht dem kleinen Deutschland) erfolgversprechender als eine lediglich moralische Verhandlungsposition.
Eindeutig ist die Mehrheit der deutschen Bürgerinnen und Bürger für die Nichtanwendung der Drohnen als Verteidigungs – und Vernichtungswaffe. Eine vernünftige Einstellung auch aus der Sicht der zukünftigen Generationen. Keiner will jederzeit abgeschossen werden können. Der Politik steht eine enorm wichtige Aufgabe bevor, so wichtig wie die Beherrschung der Kernwaffen. Die Bundesregierung sollte bereits jetzt europäische Vorschläge zur Weltbeherrschung dieses Drohpotentials initiieren und das Thema nicht allein bewältigen zu wollen.

Der Einsatz der Drohnen zur Bekämpfung von Terrorismus muss aufhören. Ein Einsatz am „stick“ zur Vernichtung eines Menschen, einer Gruppe von Menschen oder ganzer Städte ist unmenschlich, menschenverachtend. Dem Fortschritt nicht verschliessend haben Drohnen- wie Kernenergie bei friedlicher Nutzung- ihre Berechtigung.

Wird die Drohnenfrage die Politik in Wallung bringen.

Es ist Hoffnung. R2G könnte mit internationalen Initiativen die GroKo stürzen. Linke Friedenspolitik ist nicht unmöglich. Unserer jungen Generation wäre es zu wünschen.

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