von mike szymanski
Für die CSU hatte die Maut den größ- ten politischen Nutzen, solange sie nur eine vage Idee war. Man muss schon sagen: Die Christsozialen haben ei- gentlich den maximalen Ertrag mit der bloßen Idee herausgefahren – das war ihr Wahlsieg bei der Landtagswahl vor einem Jahr. Seitdem es um die konkrete Umset- zung geht, ist die Maut zum Verliererthe- ma für Horst Seehofer geworden.
Schritt war überfällig. Ganz allein kann die CSU die Maut nicht umsetzen, auch wenn ihr Ego groß genug dafür wäre. Sie braucht die Schwesterpartei. Angesichts der Krisen in der Welt konnte man sich auch nur wundern, mit welchem Starr- sinn die Bayern die Politik mit ihrem un- ausgereiftem Konzept behelligten.
Andererseits macht Seehofer es seinen Partnern in Berlin nicht leichter, wenn er sich in dieser Frage über die EU-Kommis- sion hinwegsetzen und die Gebühr quasi durchprügeln will. Es sind schließlich nicht die Bürokraten in Brüssel, die auf den „Geprüft“-Stempel beharren. Son- dern es ist Angela Merkel. Die Kanzlerin will am liebsten überhaupt keine Maut. Das sagt sie so nicht mehr. Sie stellt lieber kaum lösbare Aufgaben.
MAUT
Festgefahren

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