Was ist die richtige Antwort auf Moskaus Expansionsgelüste?

Die EU braucht eine strategische Ausrichtung um Antworten auf die russische Eroberungspolitik zu finden.
Ausgerechnet unser Bundespräsident hat als erster deutscher Politiker bei der Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag des Beginns des 2. Weltkriegs „Tacheles“geredet und begonnen, eine Strategie zu entwerfen. Mut, den andere deutsche Politiker bisher nicht hatten. Gauck hat Gespür dafür, wie mit Putin zu reden ist. Putin ist ein realistischer Machtpolitiker, dem mit Realismus entgegenzutreten ist. Er bestimmt, wann er aus der Sicht der Stärke mit Verhandlungen beginnt. Die Sicht der Stärke ist das strategische Kriterium, das der Westen nicht einschätzen kann. Der Westen spekuliert aus der Sicht der Schwäche. Dieses ist zu ändern, indem mit Putin realistisch gesprochen wird.

Der erste schwere Fehler ist Obamas Äußerung, die NATO werde nicht eingreifen. Damit wägt er Putin auf der sicheren Seite. Obama hat den gleichen schweren Fehler gemacht, als er im Syrienkonflikt die Grenze des Giftgaseinsatzes gezogen hat und dann nicht gehandelt hat.
Das werte ich insoweit als dilettantisches Handeln, als durch falsche Äußerungen politische Positionen geschwächt werden.

Aus der Sicht der Stärke ist Rußland durch Verhandlungen in Europa einzubinden. Dazu bedarf es eines europäischen Verhandlungspartners, den die EU bestimmen sollte; derjenige oder diejenige sollte dann auf Augenhöhe mit Putin verhandeln. Das kann Merkel aber auch
jeder andere Regierungschef oder der Kommissionspräsident sein. Sogar dem Bundespräsidenten würde ich dies zutrauen.

Verhandlungsziel: Die Garantie die Einheit der Ukraine unter Berücksichtigung und Respektierung der Separatisten.

Resultat:
Rußland ließe sich in alte Positionen einbinden und könnte wieder in Europa Teil des gemeinsamen Europa werden.
Die Gefahr des radikalen Islamismus ließe sich gemeinsam begegnen. Auch die russischen Christen müssen ihren Beitrag dazu leisten.
Rußlands wirtschaftliche Zukunft wäre mit Hilfe des Westens sicherer, der erreichte russische Wohlstand bliebe erhalten.

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