So funktioniert ein Supermarkt ohne Verpackungen .
Berlin. Supermarkt-Revolution in Berlin: Im Spätsommer wird ein junges Start-Up-Unternehmen einen Markt eröffnen, der ohne Verpackungen auskommt. Das Geld hierfür haben sie in einer fast beispiellosen Crowdfunding-Kampagne gesammelt und ihre eigenen Erwartungen weit übertroffen. Von Anne Peters

Die Resonanz auf ihre Idee, einen Supermarkt zu eröffnen, der ohne Verpackungen auskommt, hat die Erwartungen der Jungunternehmerinnen von „Original Unverpackt“ schlichtweg umgehauen. 20.000 Euro fehlten Sarah Wolf und Milena Glimbovski des Berliner Startups ursprünglich, um ihre Idee eines Precycling-Markts zu realisieren. Helfen sollte eine sogenannte Crowdfunding-Kampagne über das Portal Startnext. 40 Tage lang waren Spenden von acht bis 3000 Euro möglich. Als Gegenleistung lockten Tassen, Einkaufsgutscheine oder das Angebot, einen Einkauf nach Hause getragen zu bekommen.

Dass am Ende aber 108.750 Euro gespendet werden würden, damit hätte niemand im Team gerechnet. „Euer Einsatz hat uns umgehauen und all unsere Erwartungen übertroffen“, schreiben Sarah Wolf und Milena Glimbovski auf ihrer Facebook-Seite. Nach nur 24 Stunden wurde die 20.000 Euro Marke geknackt. Wenige Tage später waren schon 45.000 Euro gespendet worden und das Funding-Ziel eigentlich erreicht. Doch die Unterstützung für die außergewöhnliche Idee hielt an.

Nach eigenen Angaben stolz und überglücklich verkünden Wolf und Glimbovski deswegen jetzt: „Es wird die erste Filiale in Berlin geben und sie wird diesen Sommer eröffnen.“ Angepeilt haben die Jungunternehmerinnen den Zeitraum August bis September. Mit dem zusätzlichen Geld kann nicht nur die erste Filiale eröffnet werden, sondern auch Extras wie eine Käsetheke, eine elektrische Abfüllstation für Flüssigkeiten und flexibles Mobiliar für Veranstaltungen realisiert werden.

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