Wir haben es den Pegida-Demonstrationen zu verdanken, dass wir Deutschen aus der politischen Schläfrigkeit aufgewacht sind. Das letzte Mal erfolgte dieses Phänomen in den achtundsechziger Folgejahren. Die Bürgerinnen und Bürger gehen für ihre Ideale auf die Straße.

Wir sehen, was die Mehrheit des Volkes will. Wir sind zwar alle ein Volk, auch die Minderen. Der Spruch -wir sind das Volk – passt jedoch für die Minderen nicht. Der Spruch passt schon deshalb nicht, weil er die friedliche historische Revolution zur Wiedervereinigung symbolisiert und deshalb nicht mehr in Besitz genommen werden sollte.

Pegida wurden die Grenzen ihrer Bewegung durch die Gegendemonstrationen aufgezeichnet.
Für die Zukunft scheinen beide Gruppen Ausdauer zu benötigen. Demokratie ist kein Ruhekissen. Ich prognostiziere, dass sich aufgrund der zu begrüßenden Initiativen, die Wahlbeteiligung erhöhen wird. Die neue Aufmerksamkeit der Bürgerinnen und Bürger zeigt sich
auch durch die hohe Beteiligung an den kürzlich stattgefundenen „Demos“ gegen TTIP und
Massentierhaltung.

Erwähnt seien noch die in den letzten Jahrzehnten erfolgten Bewegungen gegen Atomkraftwerke und Atommülltransporte. Die derzeitige Aufmerksamkeit der Bürgerinnen und Bürger erfasst ein viel weiteres Feld von aktuellen Problemen.

Es scheint wieder gut auszusehen für unsere Staatsform und damit für Europa. Jetzt braucht noch die junge Generation ihr eigenes „Pegida“ aber natürlich mit den gegenteiligen Inhalten und mit Inhalten für ihre Zukunft, zum Beispiel, Stilllegung aller Kernkraftwerke in Europa, Erfolg der Klimakonferenz, Vermögensverteilung und Frieden.

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